Serie Social Media Teil #1: LinkedIn

05.03.2020
LInkedIn B2B
Quelle: unsplash.com/ Kon Karampelas
LinkedIn ist das perfekte Netzwerk, um B2B-Content-Marketing zu betreiben. Mit werthaltigen Inhalten auf der dortigen Unternehmensseite präsentieren sich Firmen als Thought Leader

Alles über LinkedIn im B2B-Marketing

[Lesezeit: 3-4 Minuten] In unserer neuen Serie „Social Media im B2B-Marketing richtig nutzen“ sehen wir uns alle Kanäle, die für die B2B-Kommunikation relevant sind, in Form von Deep Dives an.

Dass Social Media im B2B-Marketing inzwischen eine wichtige Rolle spielen, steht außer Zweifel. Doch die Funktionen und Vorteile der einzelnen Kanäle entwickeln sich so rasant, dass Marketers immer wieder prüfen müssen, welcher Kanal am besten zu ihrem Content und zu ihrer Zielgruppe passt.

Welche Vorteile bringt Ihnen die Nutzung von Social-Media-Kanälen im B2B-Marketing? Welche Zielgruppen sind dort unterwegs und welchen Content verbreiten Sie dort am besten? Diese und weitere Fragen beantworten wir zugeschnitten auf jeweils einen Kanal und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihre B2B-Marketingstrategie durch Social Media unterstützen können.

Los geht es im ersten Teil mit LinkedIn.

Die Zielgruppe

Der Digitalberater Stephan Koß, der das Sachbuch „LinkedIn für Dummys“ verfasst hat, beobachtet, dass LinkedIn besonders Mitarbeiter aus Konzernen anspricht. Dabei ist LinkedIn als Businessplattform weit verbreitet. Nutzer aus aller Welt treffen hier aufeinander, Sie finden damit auch Entscheider und Marketer aus internationalen Unternehmen. Kleine und mittlere Unternehmen mit internationaler Ausrichtung sind hier ebenso zu finden wie Mitarbeiter aus IT-Firmen und Startups. Generell gilt: Ist Ihre Zielgruppe auf dem internationalen Markt tätig, ist sie auch auf LinkedIn. Mit dem LinkedIn Sales-Navigator erhalten Sie ein gutes Tool, um Ihre Zielgruppe zu finden. Die Kosten hierfür starten bei rund 50 Euro im Monat
Um von Ihrer Zielgruppe auch gefunden zu werden, ist ein vollständiges Profil wichtig. Die Suchmaschine von LinkedIn berücksichtigt nur Profile, die vollständig sind. Nehmen Sie sich die Zeit, um alle Felder auszufüllen und aktuell zu halten. Das hilft Ihnen auch, über Google gefunden zu werden, da LinkedIn Profile auch über die Google Suche gefunden werden. Eine genaue Angabe Ihrer Tätigkeiten hilft Ihnen dabei.

Content Marketing auf LinkedIn betreiben

LinkedIn bietet sich hervorragend für Content Marketing an. Dazu müssen Marketers ein paar Regeln befolgen, die sie beispielsweise im taktischen Plan (PDF) für Content Marketing finden, den LinkedIn selbst zur Verfügung stellt. Der Plan unterscheidet fünf verschiedene Strategien, die unterschiedliche Ziele verfolgen. Ebenso wird bei jeder Strategie der Zeitaufwand angegeben. LinkedIn bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Profil in verschiedenen Sprachen zu erstellen. Nutzen Sie das, um Entscheider aus internationalen Unternehmen zu erreichen. Die Plattform bietet Ihnen auch mehr technische Möglichkeiten, wenn Sie sie auf Englisch nutzen.

So erreichen Sie es mit einer Stunde pro Woche bereits, als Thought Leader wahrgenommen zu werden. Dafür teilen Sie nur Ihre Expertise und Ihre Erfahrungen sowie aktuelle Trends aus Ihrer Branche. Lange Texte kommen auf der Plattform gut an. Posten Sie dabei idealerweise alle zwei Wochen, aber mindestens einmal im Monat, um die Sichtbarkeit Ihres Contents zu erhöhen.

Do something greatQuelle: unsplash.com/Clark Tibbs

Je mehr Zeit Sie in B2B-Marketing auf LinkedIn investieren, umso mehr Ziele können Sie verfolgen. Mit einer Stunde pro Tag schaffen Sie dann drei bis vier Postings am Tag und treten dabei auch mit den Nutzern in Kontakt. Dafür eröffnen Sie dann eine kostenlose LinkedIn Company Seite. Über diese bieten Sie dann relevante Whitepaper, eBooks sowie Case Studies an. Auch Branchenartikel sowie How-To-Content bieten sich hier an. Bei den Postings nutzen Sie sowohl Texte als auch Fotos und Videos. Beschränken Sie sich aber bei jedem Post auf eine Form, da Postings mit Text und Video nicht so gut performen. Bilder werten hingegen den Beitrag auf. Ein gutes Tool, um Leads zu generieren, ist die Funktion der Lead-Gen-Forms: Hier generieren Sie mittels eBooks und Case Studies Leads mit guten Convertion Rates.

Durch die Nutzung einer Firmenseite sowie die regelmäßigen Postings schaffen Sie besonders gut eine Brand Awareness und werden als Thought Leader wahrgenommen. Nutzen Sie dabei neben der Firmenseite auch die Showcase Pages. Bauen Sie Ihre Unternehmensseite so auf, dass sie nicht nur trockene Fakten enthält, sondern Ihre Kundschaft direkt anspricht.

Mit LinkedIn SlideShare verbreiten Sie am besten visuelle Inhalte. Unternehmensvideos und informative Präsentationen sorgen hier auch für Brand Awareness und Thought Leadership. Nebenbei verbessern Sie Ihre SEO-Werte.

Auch mit Werbung erreichen Sie auf LinkedIn Ihre Zielgruppe. Setzen Sie dabei auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Inhalten. Auch Neuigkeiten über Ihr Unternehmen bieten sich hier an, um die Brand Awareness zu erhöhen. Wichtig ist dabei, dass Sie testen, welche Werbung gut ankommt und Ihre Erfahrungen in Ihr Werbekonzept einpflegen.

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Gruppen bei LinkedIn

Über die Gruppen bei LinkedIn haben Sie eine weitere Möglichkeit, eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, denn dort finden sich an einem bestimmten Thema Interessierte zusammen. Teilen Sie hier Beiträge, um eine Diskussion zu starten oder reagieren Sie auf Beiträge, um an einer Diskussion teilzunehmen. Achten Sie aber darauf, nicht einfach Werbung für Ihr Unternehmen zu machen. Starten Sie stattdessen eine Diskussion zu einem Problem, mit dem Sie Erfahrung haben und erwähnen Sie dann, wie Sie dieses Problem gelöst haben.

Finden Sie keine Gruppe, in der Ihre Themen diskutiert werden, eröffnen Sie eine eigene Gruppe. Achten Sie auch hier darauf, keine Werbung für Ihr Unternehmen zu machen, sondern Ihr Thema in den Vordergrund zu stellen. Als Gründer einer Gruppe legen Sie auch die Regeln fest, was und wie in der Gruppe gepostet werden darf. Ihre eigene Aktivität in der Gruppe ist besonders wichtig, posten Sie daher regelmäßig Beiträge. Vergessen Sie dabei nicht, die Postings von anderen Mitgliedern zu moderieren. Interagieren Sie regelmäßig mit den Gruppenmitgliedern, verbinden diese Sie mit dem Thema und werden Sie als Thought Leader wahrnehmen.

Die Kosten bei LinkedIn

LinkedIn bietet für Profile vier verschiedene Upgrades an. Damit erhalten Sie die Möglichkeit, auch Personen außerhalb Ihres Netzwerkes anzuschreiben. Die Preise fangen bei 10 Euro im Monat an und reichen bis zu 73,74 Euro pro Monat. Letzterer Preis bezieht sich auf den LinkedIn Sales Navigator, mit dem Sie erweiterte Suchfilter, sowie Lead-Empfehlungen und eine unabhängige Sales-Oberfläche erhalten.
Werbung bietet LinkedIn im Auktionsverfahren an. Sie bestimmen im Voraus, wieviel sie maximal für einen Klick auf Ihre Werbung zahlen möchten und treten dann in ein Bieterverfahren ein. Dabei bieten immer Werbetreibende gegeneinander, die auch die gleiche Zielgruppe ansprechen. Der Preis pro Klick kann dabei je nach Zielgruppe und Konkurrenz mehrere Euro betragen. Die Zielgruppe legen Sie einfach fest, indem Sie die relevanten Berufsbezeichnungen angeben und welche Art von Unternehmen Sie erreichen wollen. LinkedIn bietet Ihnen einen eigenen Kampagnenmanager an, über den Sie nicht nur die Zielgruppe festlegen, sondern auch, wie viel Sie zahlen möchten, wie hoch Ihr Tagesbudget ist und wie lange Ihre Kampagne läuft. Durch das Schalten von verschiedenen Anzeigen lässt sich Ihre Kampagne auch leicht auf ihren Erfolg testen.

Quelle: unsplash.com/Andre Benz

Werbearten bei LinkedIn

Die Text-Ads bieten Ihnen 100 Zeichen und ein kleines Profilbild, um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu beschreiben. Darin enthalten ist bereits der Call to Action.
Eine andere Möglichkeit der Werbung haben Sie mit den Sponsored InMails. Hier wird die gewünschte Zielgruppe direkt angeschrieben. Der Vorteil dabei: Die persönliche Ansprache. Die Sponsored InMails werden daher besonders bei Job-Interessent*innen und bei Lead Generierung genutzt. In der Mail haben Sie 1.500 Zeichen und bis zu drei Links zu Call to Actions zur Verfügung. Beachten Sie, dass die Empfänger*innen die Mail in ihr Postfach bekommen. Vermeiden Sie also, dass Ihre Mail wie Werbung daherkommt. Nutzen Sie die Chance des persönlichen Kontakts, indem Sie den Call to Action weit am Anfang platzieren.

Haben Sie bereits einen spannenden Beitrag über Ihr Unternehmen veröffentlicht, können Sie dessen Reichweite über Sponsored Content erhöhen. Achten Sie hierbei darauf, dass Ihr Post bereits auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. Als Inhalt sollten Sie auf visuell ansprechende Inhalte setzen. Videos sind in besonderem Maße geeignet, da Sie gut im Gedächtnis bleiben. Binden Sie hier einen Call to Action ein. Die Beschreibung zu dem Post kann bis zu 600 Zeichen lang sein, organisch werden aber nur 150 Zeichen angezeigt.
Sie können Posts auch als Werbung schalten, ohne dass Sie auf Ihrer Unternehmensseite angezeigt werden. Dadurch können Sie A/B Tests durchführen, um Ihre Marketingstrategie zu verbessern.

Management Summary

LinkedIn bietet B2B-Marketers viele verschiedene Möglichkeiten an, wie sie die Plattform für B2B-Marketing nutzen können. Über eine Unternehmensseite schaffen Sie Brand Awareness und stärken Ihre Position als Thought Leader. Auch für die Leadgenerierung gibt es einige Möglichkeiten wie SlideShare und die Showcase Pages. Je mehr Zeit Sie in Ihr Marketing auf LinkedIn einsetzen, umso höher ist Ihr Nutzen.

Lesen Sie in den kommenden Ausgaben von TONNO DIGITALE auch die folgenden Teile unserer Serie „Social Media im B2B-Marketing richtig nutzen“:

Teil #2: Twitter
Teil #3: XING
Teil #4: Facebook
Teil #5: YouTube
Teil #6: Instagram

Mehr über die richtige Verwendung von Social Media im B2B-Marketing erfahren Sie in unserem Beitrag „B2B und Social Media – echt jetzt?“. Ein nützliches Tool, das Ihnen dabei hilft, den Überblick über Ihre Social-Media-Kanäle zu behalten, ist Newswhip, das wir in diesem Beitrag für Sie getestet haben.

Autor: Magnus Schult

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