TOOL-REVIEW: Aumago

06.04.2017
Relativ One-to-one: Aumago liefert relevanten Usern in Echtzeit Online-Werbung aus
Pixabay/Judith Scharnowski
Relativ One-to-one: Aumago liefert relevanten Usern in Echtzeit Online-Werbung aus

Aumago: B2B-Nutzer mit Banner-Werbung gezielt nach Branche adressieren

Wer hat es nicht vermutet? B2B-Banner-Werbung erzeugt außerhalb von Fachportalen und Business-Communitys enorme Streuverluste. Die anvisierten Entscheiderzielgruppen sind eben schwer zu treffen. Verschärftes Zielguppen-Marketing, am Beispiel der Lösung Aumago, bietet hier eine sinnvolle Ergänzung.

„B2B-Nutzer im Visier, die regelmäßig Business-Portale besuchen“

Um Banner möglichst gezielt und kostenbewusst an B2B-Nutzer auszuliefern, adressiert Aumago regelmäßig wiederkehrende B2B-Nutzer von Fachportalen im Nachgang in anderen Umfeldern.

Kontextunabhängig und gezielt

Zu besagten Portalen gehören Special-Interest-Medien wie Agrarzeitung, Die Kälte + Klimatechnik, Elektrowirtschaft, Energieberater, Papierfabrikation, Verpackungswirtschaft oder Wochenblatt für IT-Business sowie zahlreiche Fachmesse-Websites.

Dirk Wischnewski, Gründer und Geschäftsführer Aumago: „Gleichwertige, eigene Produktklasse in der Banner-Werbung“AumagoDirk Wischnewski: „Gleichwertige, eigene Produktklasse in der Banner-Werbung“

„Mit unserer Hilfe erreichen Unternehmen B2B-Nutzer, die regelmäßig solche Business-Portale besuchen“, erläutert Aumago-Gründer und -Geschäftsführer Dirk Wischnewski. Das geschehe kontextunabhängig, aber gezielt überall im Web mit Display-, Video- und Social-Media-Kampagnen auf diversen Endgeräten und sogar in den sozialen Medien wie Facebook oder Linked-in.

Ungleich klassisches Retargeting

In Zahlen ausgedrückt kann Aumagos Technologie mehr als 20 Millionen Business-Nutzer von mehr als 300 Fachportalen erreichen. Diese User lassen sich gezielt nach Branchen selektieren.

„Es kommt nicht zu einem Stalking-Effekt, weil der User gar nicht auf der Website des Werbungtreibenden war“

Wischnewskis Team hat nach eigenem Bekunden in den letzten sechs Monaten „mehr als 600 programmatische B2B-Kampagnen gemanagt“ – also Banner auf Basis eines automatisierten Bietverfahrens (optimiert auf ein Kosten-Nutzen-Verhältnis) ausgeliefert.

„Wir erreichen mit unserem Zielgruppen-Marketing Werbungtreibende, also Dritte, und die mit Cookies markierten User überall im Web", sagt Wischnewski. „Es kommt also auch nicht zu einem Stalking-Effekt, weil der User gar nicht auf der Website des Werbungtreibenden war.“ Darauf legt der Aumago-Chef großen Wert und grenzt sich so von klassischen Retargeting-Anbietern ab.

Preis bemisst sich an Reichweite

Das Pricing für Werbungtreibende bemisst sich am Tausender-Kontakt-Preis (TKP), nicht an einem Cost-per-Click, Lead oder einer anderen Interaktion – hier geht’s also um eine reichweitenbasierte Maßnahme im Sinne des Branding.

Die Klickrate bei der Aumago-B2B-Lösung liegt nach Wischnewskis Erfahrungen zwischen 0,15 und 0,2 Prozent. Damit gestaltet sich diese „zwar nicht zwingend besser als klassische Banner-Schaltungen im Umfeld, rangiert aber oft gleichauf“, skizziert der Online-Marketeer diplomatisch.

Auf Augenhöhe mit klassischer Banner-Werbung

Unterm Strich bezeichnet Wischnewski sein Tool jedoch selbstbewusst als „gleichwertige, eigene Produktklasse in der Banner-Werbung“. Damit sieht er die Technologie auf Augenhöhe mit klassischen Umfeldbuchungen auf Fachportalen und mit Retargeting.

So funktioniert die Technologie

  • Aumago markiert indirekt die Besucher führender deutscher B2B-Fachportale mit Cookies. Das bedeutet, dass im Browser des Nutzers eine temporäre Markierung gespeichert wird. So lässt sich der Browser, sofern der User seine Cookies nicht löscht, eine Zeit lang identifizieren. Ein Personenbezug wird dabei nicht hergestellt, was das Prozedere aus Datenschutzsicht unkritisch macht.
  • Weil sich die Nutzer (bzw. deren Browser) im Web wiederfinden lassen, liefert Aumago den zielgruppenrelevanten Usern je nach Kampagnenfokus und Branche in Echtzeit Online-Werbung von Werbungtreibenden aus – egal ob auf Spiegel.de, über Medien von Ströer, United Internet Media (GMX und Web.de) bzw. auf Facebook oder Linked-in.
  • Segmentierungskriterien sind neben dem Surf-Verhalten (Cookie-Bezug) soziodemografische und regionale Merkmale sowie die jeweiligen Branchen – von der Bau- und Landwirtschaft über die Oberflächen- bis hin zur Verkehrstechnik und Logistik.
  • Gängige Formate sind Banner in verschiedenen Größen, aber auch Videos. Ausgeliefert wird auf alle Endgeräte – vom Desktop bis hin zum Smartphone.
  • Mittelständlern bietet Aumago einen sogenannten Managed-Campaign-Service an – die Entwicklung einer bestimmten Zahl an Creatives in diversen Formaten, verwoben mit einer vereinbarten Auslieferungsmenge an Bannern und Co. über die Laufzeit von drei bis zwölf Monaten.
  • Das Controlling, aber auch ein Frequency Capping (steuert die Häufigkeit, mit der ein Werbemittel gezeigt wird) und die Kampagnenoptimierung sowie ein klassisches Reporting sind im Preis enthalten.

Marketeers' Summary

Mit einem vierstelligen Euro-Budget können Mittelständler mit noch so exotischen B2B-Themen ihre potenziellen Kunden mit überschaubarem Aufwand und verhältnismäßig hoher Kontaktwahrscheinlichkeit erreichen. Laut Aumago-Chef Wischnewski sollten sie jedoch viel Sorgfalt auf Konzeption, Messung, Nachsteuerung und auch Cappings verwenden, damit User einen Banner auch als Mehrwert begreifen und im Idealfall darauf reagieren.

Autorin: Kristina Schreiber

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