Serie Corporate Videos im B2B-Marketing (Teil #4)

29.01.2020
Schnittprogramm Video Unternehmensvideo
Quelle: unsplash.com/Peter Stumpf
Bei der Post Production bekommt das Unternehmensvideo seinen letzten Schliff.

Corporate-Videos: Welches Programm brauchen Sie für die Nachbearbeitung?

[Lesezeit: 4-5 Minuten] In den vorherigen Teilen haben wir gezeigt, wie Sie ihr Unternehmensvideo konzipieren und in welchem Stil Sie Ihr Video am besten produzieren. Außerdem hat Ihnen unsere Serie bereits Tipps für die richtige Hardware geliefert. Nun geht es darum, in der Nachbearbeitung beziehungsweise der Post Production noch einige Dinge zu beachten, damit das Unternehmensvideo zu einem gelungenen Produkt wird.

Wir sagen Ihnen, welche Programme für Sie geeignet sind und welche Aspekte noch zu beachten sind. In diesem Teil unserer Serie „Corporate Videos im B2B-Marketing“ stellen wir Ihnen die Schnittprogramme vor, die Sie nutzen können, um Ihre Corporate Videos zu bearbeiten und ihnen den letzten Schliff zu verleihen.

Drei der gängigsten Schnittprogramme sind derzeit:
# Adobe Premiere Pro CC
# DaVinci Resolve 16
# iMovie/ Final Cut Pro

Mit DaVinci Resolve lässt sich gut die Farbe des Videos bearbeiten.Quelle: unsplash.com/JC GellidonMit DaVinci Resolve lässt sich gut die Farbe des Videos bearbeiten.

Wenn es an den Schnitt geht, ist ein großer Teil der Arbeit an Ihrem Unternehmensvideo bereits geschafft. Doch auch in der Post Production kann und muss noch viel gemacht werden. Die richtige Auswahl der entsprechenden Szenen und der Schnitt an der passenden Stelle kann den Stil des Unternehmensvideos prägen. Das Video sollte am Ende auch nicht zu lang sein, für ein allgemeines Video sollten Sie sich auf maximal zwei Minuten beschränken, idealerweise bleiben Sie unter 1:20 Minuten. Die Auswahl des Schnittprogrammes ist dabei nicht so sehr entscheidend, da alle Programme die grundlegenden Funktionen beherrschen.

Premiere Pro CC
Premiere Pro CC ist das Videobearbeitungsprogramm von Adobe und ist dadurch weit verbreitet. Durch die Einbettung in die Creative Cloud ist es kompatibel mit allen anderen Programmen von Adobe und lässt dadurch keine Bearbeitungswünsche offen. Mit After Effects bekommt der Nutzer außerdem ein mächtiges Werkzeug an die Hand, mit dem mehr als die grundlegenden Funktionen möglich sind. Adobe selber bietet außerdem für jedes Programm eigene Videotutorials an, mit denen der Nutzer die Programme erlernen kann.

Wer bei der Bearbeitung auf ein spezielles Problem stößt, findet auch sonst schnell Hilfe.

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Premiere ist als einzelne Programmlizenz verfügbar und kostet dann 29,99 Euro pro Monat und Lizenz. Wer das gesamte Angebot von Adobe („Creative Cloud“) nutzen möchte, zahlt monatlich 69,99 Euro. Darin enthalten sind dann auch Programme wie Photoshop, InDesign und der Acrobat Reader.

DaVinci Resolve 16
Blackmagic Design bietet mit DaVinci Resolve 16 einen der größten Konkurrenten zu Premiere. Der große Vorteil: Wer nur die grundlegenden Funktionen braucht, kann DaVinci kostenlos nutzen. Und wenn es doch ein paar Funktionen wie die Multiuser-Kollaboration sein sollen, kostet die Software einmalig 325 Euro, ein Abo muss dafür nicht abgeschlossen werden. DaVinci wird von vielen Nutzern wegen seiner Möglichkeiten der Farbbearbeitung geschätzt. Auch hierfür gibt es zahlreiche Tutorials, mit denen jede Funktion erklärt wird.

iMovie/ Final Cut Pro
Wer in seinem Unternehmen einen Mac nutzt, kann für den Videoschnitt auch das Maceigene Programm nutzen. Apple bietet mit iMovie ein kostenloses Tool an, um Videos zu schneiden. Wer auch hier mehr Funktionen haben möchte, bekommt mit Final Cut Pro ein Programm mit deutlich mehr Funktionen. Für 329,99 Euro ist es nur unwesentlich teurer als DaVinci Resolve. Es ist allerdings nur für Apple Geräte verfügbar.

Audio und Color Grading

Neben den Bildern muss auch der Ton stimmen, um am Ende zu überzeugen.Quelle: unsplash.com/Anthony RobertsNeben den Bildern muss auch der Ton stimmen, um am Ende zu überzeugen.

In der Post Production ist nicht nur der Schnitt entscheidend. Der Ton und auch die Farbe dürfen nicht vernachlässigt werden. Spätestens im Schnitt muss die Entscheidung getroffen werden, ob das Video mit Musik unterlegt werden soll. Auch hier gibt es unterschiedliche Lösungen: Bei artlist.io kann für 16,60 Dollar ein monatliches Abo abgeschlossen werden, bei Audiohub können einzelne Songs lizensiert werden. Auch kostenfreie Alternativen gibt es, allerdings muss dort auf die richtige Lizenz wie Creative Commons und Royalty Free geachtet werden.

Bei der Farbbearbeitung ist es wichtig, dass schon beim Dreh auf die richtigen Einstellungen geachtet wird. Viele Kameras bieten heute die Möglichkeit, in einem „log“-Profil oder einem ähnlichen flachen Profil zu filmen. Das bietet in der Nachbearbeitung die Möglichkeit, einen einheitlichen Stil durchzuhalten. Auch ist es dadurch einfacher, einen natürlichen Look zu generieren. Es bedarf allerdings ein wenig Einarbeitung sowohl für den Dreh als auch für die Nachbearbeitung, die sich aber durch das bessere Aussehen des Endproduktes bezahlt macht.

Management Summary:

Die Auswahl des Schnittprogramms ist letzten Endes eher eine Geschmacksfrage: Mit welchem Programm beziehungsweise welcher Oberfläche kommen wir am besten zurecht?

Für Marketers, die regelmäßig eigene Videos produzieren, bietet sich eine Abovariante an.

Wichtiger als die Auswahl des Schnittprogramms sind allerdings die Wahl der richtigen Hintergrundmusik und die richtige Farbbearbeitung.

Alternativen

# Shotcut kostenlos
# Videopad ab circa 36 Euro
# Kdenlive kostenlos
# VSDC kostenlos
# Magix Pro ab 69,99 Euro

Lesen Sie auch die vorherigen Teile unserer Serie zum Dreh von Unternehmensvideos:

Teil #1: Wie konzipiere ich ein Unternehmensvideo?
Teil #2: Der richtige Stil für Ihre Unternehmensvideos
Teil #3: Mit dieser Ausrüstung gelingt Ihr Unternehmensvideo

Autor: Magnus Schult

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