TOOL-REVIEW: Mural

16.02.2017
Mural blüht noch im Verborgenen: Digitales Gruppendynamiker-Tool für kreative Marketing-Strategen und -Planer
Screenshot Mural-Channel auf YouTube
Blüht noch im Verborgenen: Digitales Gruppendynamiker-Tool für kreative Marketing-Strategen und -Planer

Mural: Werkzeug für den digitalen Projekt-Raum

Wer es liebt, Konzepte mit digitalen Klebezetteln, am besten gruppendynamisch, zusammenzuschrauben, ist bei Mural richtig. Das virtuelle Whiteboard aus dem Browser ist ein Web-basiertes Kollaborations-Tool. Es blüht, obwohl das vielversprechende Tool schon eine Weile am Markt ist, mit 600.000 Nutzern noch eher im Verborgenen.

Teams können in der Cloud von Mural zeitversetzt und von überall her, zumindest wo es WLAN gibt, ihre „Mapping Experiences“ austauschen. Das heißt im Klartext: Sie können auf einem sogenannten Canvas (einer Art Tafel) digitale Post-its in verschiedenen Farben und Größen anbringen und mit Texten, Skizzen, Symbolen, Pfeilen und Fotos versehen. Aus Vorlagen („Templates“) lassen sich zum Beispiel ein Themenplan, ein „Business Model Canvas“ oder modische „Prototypings“ erstellen. Ferner können User über Inhalte abstimmen („Votings“) und sich in einem Chat austauschen.

Murals Vorteile

  • Verschiedene Formate – von der virtuellen Haftnotiz (in verschiedenen Farben, Größen und Formen) über Links, eigene Skizzen und Fotos bis hin zu Videos – sind möglich
  • Zeitversetzte, ortsungebundene Kollaboration für Prozesse und Workshops
  • Voting- und Chat-Funktionen
  • Intuitive Nutzung (z.B. Doppelklick auf die Arbeitsfläche und die digitale Haftnotiz erscheint)
  • Zahlreiche How-To-Webinare auf YouTube und Gebrauchsanleitungen im Mural-Blog verfügbar
  • Templates (gestaltete Vorlagen) wie Arbeitsbögen und Planvorlagen vorhanden, u.a. ein Business Model Canvas
  • Device-übergreifend: Läuft u.a. im Browser oder als iPad-App
  • Team-Mitglieder lassen sich hinzufügen
  • Projekte werden in sogenannten Rooms organisiert und lassen sich dokumentieren und nachträglich verändern
  • PDFs der Pläne lassen sich exportieren; User erhalten einen Download-Link
  • Kostenlose Test-Version für 30 Tage
Mural-Blog: Viel Redaktion rund um sogenannte Design-OpsScreenshot https://blog.mural.coMural-Blog: Viel Redaktion rund um sogenannte Design-Ops, also Möglichkeiten, sich strategisch-kreativ im Team auszutoben

Murals Nachteile

  • Stabiles WLAN erforderlich, sonst werden Veränderungen nicht aktualisiert
  • Etwas träge Bestätigungs-Mails, z.B. wenn man einen Nutzer einlädt
  • Mural kostet monatlich bei bis zu 30 Kollaborateuren rund 15,10 Euro pro Nutzer, während Evernote für die teuerste Business-Variante 12 Euro pro Kopf aufruft. Zur weiteren Einordnung: Das Projektmanagement-Tool Asana kostet in der Premium-Version (ungleich Enterprise-Lösung) monatlich pro User unter acht Euro. Trello berechnet in der Pro-Variante (ungleich Enterprise-Modell) unter zehn Euro pro Nase.

Marketeers’ Summary

„Man kann Mural als Alternative zu Projektorganisation-Tools nutzen, wenn ihr oder ihm deren starre Bearbeitungsweisen nicht liegen und man lieber freier auf einem virtuellen Whiteboard arbeiten möchte“, rät Jörg Jelden in einem ausführlichen Test auf komfortzonen.de. Nachdem er vorher „analoge Materialschlachten“ veranstaltet hatte, hätte es das digitale mit dem analogen Pendant durchaus aufnehmen können. Fazit: Rundum gute Noten, wenn nur das knackige Pricing nicht wäre.

Autorin: Kristina Schreiber

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