BLOGGER DES MONATS

24.01.2017
Bloggerin Dr. Katja Reisswig: „Entwicklungen der Green Economy abbilden“
Dr. Katja Reisswig: „Entwicklungen der Green Economy abbilden und den branchenübergreifenden Austausch anregen“

Technewable-Herausgeberin Reisswig: „Transparenz ist essenziell“

Längst ist aus dem 2011 gegründeten Energiewende-Blog ein branchenübergreifendes B2B-Portal für die grüne Wirtschaft geworden: Die Rede ist von Technewable.com. Seit 2015 arbeitet dessen Gründerin und ehemalige Start-up-Beraterin Dr. Katja Reisswig als freie Redakteurin und Vollzeit-Bloggerin. Ein Porträt.

„Welche Themen ziehen, ist ein ständiger Lernprozess“

Auf Technewable konzentriert Reisswig sich auf Energie- und Nachhaltigkeitsthemen im B2B-Segment, widmet sich grünen Technologien und Geschäftsmodellen, der digitalen Transformation des Energiesektors und der Sektorenkopplung. Im Fokus stehen eigene Beiträge, Fachartikel und Interviews. Gastautoren aus Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und andere Organisationen steuern außerdem weitere Fachartikel bei.

Technewable.com setzt inhaltliches Schlaglicht 2017 u.a. auf Forschung und EntwicklungTechnewable.com setzt inhaltliches Schlaglicht 2017 u.a. auf Forschung und Entwicklung

Um sich zu vernetzten und auch mit anderen Bloggern auszutauschen, hat sich Reisswig 2014 der Blogger-Community Energieblogger.net angeschlossen. Über ihre Wahlheimat Berlin hinaus nimmt sie außerdem regelmäßig und deutschlandweit an Fachveranstaltungen, Konferenzen und Messen teil. Dort identifiziert sie auch passende Themen für ihr Blog.

„Reichweite ist nicht das entscheidende Kriterium“

„Mit Technewable möchte ich die spannenden Entwicklungen der Green Economy abbilden und den branchenübergreifenden Austausch anregen“, betont die Wahl-Berlinerin. „Interessante Themen, gute Inhalte und eine hohe Qualität der Beiträge haben oberste Priorität. Mit welchen Themen mein Blog eine gute Reichweite erzielt, ist ein ständiger Lernprozess. Indes ist Reichweite nicht das entscheidende Kriterium.“

Hintergrundartikel werden besser geklickt

Ihre Herausforderung besteht darin, „aus der Vielfalt an Themen aktuelle, zielgruppenrelevante auszuwählen und diese gut zu adressieren“, betont die Energie-Bloggerin. Beispielsweise hat sie die Erfahrung gemacht, dass in die Tiefe gehende Beiträge mehr Resonanz erzielen als Beiträge zu Spezialthemen. Dies führt Reisswig auf Zielgruppen mit unterschiedlichem Wissensstand zurück. Dieser falle bei Spezialthemen um so mehr ins Gewicht.

Neben der Themenauswahl stellt das publizistische Rollenverständnis eine echte Herausforderung dar: „Als Redakteurin und Bloggerin bin ich Solo-Selbstständige und damit für alle anfallenden Aufgaben zuständig. Dabei nehme ich sowohl die Position einer Herausgeberin für mein Portal als auch die Rolle der Redakteurin, Journalistin und Marketingverantwortlichen wahr“, betont sie.

Transparenz entscheidet über Erfolg

Essenziell sei die Transparenz. Entsprechend existieren auf dem Portal unterschiedliche Veröffentlichungsoptionen, ähnlich wie in Magazinen und Fachzeitschriften: vom journalistischen Fachbeitrag mit Reisswig als Autorin über Gastbeiträge bis hin zu als werblich gekennzeichneten Advertorials.

„In Zukunft werden sich für Unternehmen auch im B2B-Bereich neue, digitale Formen der Kommunikation etablieren“

So bietet Technewable neben klassischen Werbeformaten wie Advertorials oder Anzeigenplatzierungen auch die Möglichkeit eines Sponsorings an, etwa zu Themen-Specials. Immerhin scheint der Bedarf da zu sein: „In Zukunft werden sich für Unternehmen auch im B2B-Bereich neue, digitale Formen der Kommunikation etablieren“, ist Reisswig überzeugt.

B2B-Blogger-Szene reift

Wie sich das bei Technewable gestaltet? Reisswig ist nach eigenem Bekunden gerade dabei, das Portal inhaltlich und thematisch weiter auszubauen, neue Kooperationsformen zu schaffen und die Bekanntheit zu steigern. Entsprechend befeuert sie Technewable über die sozialen Medien Twitter, Xing, Linkedin, Pinterest, Google Plus und Facebook.

Fan- und Follower-Zahlen kultivieren

Allein bei den Xing-Branchen-News bringen es ihre besonders gut ziehenden Themen bereits auf eine Reichweite von bis zu 1.300 Usern. Auf Twitter verfügt Technewable über rund 860 Follower. Das sind im B2B-Segment ermunternde Zahlen, die sich durchaus sehen lassen können. Derweil bilden die Präsenzen auf Pinterest und auf Facebook noch zarte Pflänzchen, die Reisswig sukzessive kultivieren will.

„2017 werden sich im B2B-Influencer-Umfeld neue Kooperationsformate durchsetzen“

Anders als im Consumer-Segment mit seiner reifen Blogger- und Influencer-Szene und einer naturgemäß x-fachen Menge an Fans und Followern, müssen B2B-Blogger den Boden für Sponsorings und Co. noch bereiten. Reisswig glaubt, „dass sich neue Kooperationsformate auch im B2B-Influencer-Umfeld 2017 durchsetzen werden“.

Mehr Forschungs-und-Entwicklungs-Themen

Trotzdem plant die Berlinerin vorerst nicht, personell zu expandieren. In diesem Jahr setzt sie vermehrt auf Forschungs- und Entwicklungsthemen. Marketingtechnisch steht der Ausbau von neuen Kooperationen auf der Agenda. Kurzum: Die Frau hat viel geschaffen, hat aber auch noch jede Menge Ideen – und ganz schön viel vor mit ihrem B2B-Blog.

Über Technewable und Dr. Katja Reisswig

Technewable-Herausgeberin Katja Reisswig ist studierte Sozialwissenschaftlerin und promovierte Betriebswirtin. Sie hat vor ihrer Selbstständigkeit – als freie Redakteurin, Autorin und Vollzeit-Bloggerin – Gründer, Start-ups, Freiberufler und Freelancer beraten sowie an den Universitäten Potsdam und der TU Berlin geforscht.

Autorin: Kristina Schreiber

Tipp

Reisswig wird am 7. und 8. Februar 2017 auf der E-world in Essen sein. Wenn Sie dort persönlich mit ihr über den digitalen Wandel sprechen wollen, dann schicken Sie ihr bitte eine Mail an reisswig(at)technewable.com.

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