Content Pieces

14.12.2023
Wie viel Content braucht ein B2B-Unternehmen für seine Fachmedienarbeit?
Quelle: unsplash | Patrick Tomasso

Wie viel Content braucht ein B2B-Unternehmen für seine Fachmedienarbeit?

Die Kunst der Fachmedienarbeit im B2B-Bereich erfordert nicht nur methodische Skills, sondern auch eine gut durchdachte Content-Strategie. Inmitten von Technologien, Trends und einem sich ständig wandelnden Marktumfeld stehen Unternehmen vor der Herausforderung, die richtige Menge und Art von Content Pieces zu produzieren, um ihre Zielgruppen effektiv anzusprechen.

In diesem Text bezieht sich der Begriff „Content Pieces“ auf verschiedene Arten von Inhalten oder Content-Elementen, die von einem B2B-Unternehmen erstellt und in Fachmedien veröffentlicht werden. Der Terminus umfasst eine breite Palette von Formaten, die darauf abzielen, Informationen, Einblicke und Nachrichten zu vermitteln. Dazu gehören beispielsweise Pressemitteilungen, Whitepapers, Case Studies, Blogbeiträge, Videos, Infografiken, Podcasts und andere Inhaltsformate.

Mit diesem Text geben wir Ihnen einen Leitfaden an die Hand, der nicht nur die Anzahl der benötigten Content Pieces beleuchtet, sondern auch mögliche Fehler und das richtige Verhältnis zu Pitch-Ressourcen diskutiert.

1. Die Kunst des Ausbalancierens

Die Frage nach der optimalen Anzahl von Content Pieces lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie stark von der individuellen Strategie, Zielgruppe und den vorhandenen Fachmedien abhängt. Ein guter Ausgangspunkt ist jedoch die Betrachtung pro strategischem Themenfeld. Hierbei ist es wichtig, nicht nur Masse zu produzieren, sondern auch die Qualität zu wahren. In der Regel empfehlen sich für jedes strategische Themenfeld etwa 8-12 hochwertige Content Pieces pro Jahr. Die Begründung für diese Zahl liegt in der Vielfalt der Medienkanäle.

Neben klassischen Pressemitteilungen sollten Unternehmen auf Whitepapers, Case Studies, Blogbeiträge, Videos und Podcasts setzen. Die verschiedenen Formate ermöglichen es, die Botschaft auf vielfältige Weise und auf unterschiedlichen Kanälen zu vermitteln. Dies gewährleistet eine nachhaltige Präsenz auf diversen Touchpoints, ohne die Leser mit einem Übermaß an Informationen zu überfordern.

Wird zugleich ein Social-Media-Auftritt bespielt, sollten hierfür ca. 1-2 Beiträge pro Woche eingeplant werden. Selbstverständlich kann dafür auf bestehende Inhalte aus den vorgenannten Formaten zurückgegriffen werden.

Content-Formate möglichst breit auswählen

Natürlich ist es entscheidend, dass die gewählten Content-Formate zu den Präferenzen Ihrer Entscheider-Zielgruppe passen. Während technisch versierte Experten Ihres Kundenstamms möglicherweise Whitepaper bevorzugen, sind für Anwender Videos oder Podcasts vielleicht effektiver. Eine detaillierte Kenntnis der Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe ist daher entscheidend für den Erfolg der Fachmedienarbeit.

Ideal ist es, diese Bedürfnisse und Interessen zum Beispiel durch gezielte Marktforschung, Kundenfeedbacks, eine umfassende Wettbewerbsanalyse oder durch Networking- oder Branchenevents systematisch zu erfassen.

Das richtige Timing

Die Festlegung der Anzahl der Content Pieces sollte zeitgleich eine Überlegung zum Timing beinhalten. Eine gleichmäßige Verteilung über das Jahr hinweg ist empfehlenswert, um eine kontinuierliche Präsenz sicherzustellen. Zudem sollten die Inhalte aktuell sein, um relevante Themen aufgreifen und eine hohe Aufmerksamkeit erzeugen zu können.

2. Die Symbiose von Content und Pitch

Ein zentraler Aspekt, der oft übersehen wird, ist die Synchronisation zwischen der Menge an Content Pieces für die Fachmedien und den verfügbaren Pitch-Ressourcen. Wird zu viel Content produziert ohne, dass dafür die entsprechenden Pitch-Kapazitäten vorhanden sind, kann das dazu führen, dass Themen nicht veröffentlicht werden. Umgekehrt kann ein Übermaß an Pitch-Aktivitäten ohne ausreichend relevanten Content das Risiko bergen, dass Journalisten insgesamt eher ablehnend reagieren. Zusammenfassend ist es wichtig, vorhandene Pitch-Ressourcen gezielt für die Schlüsselthemen einzusetzen, die einen signifikanten Einfluss auf die Branche haben.

Kontinuierliche Optimierung der Strategie

Ein kontinuierliches Monitoring der Pitch- und Content-Effektivität ist essenziell. Durch die Analyse von Resonanz, Reichweite und Interaktionen können Unternehmen ihre Strategie laufend optimieren und sicherstellen, dass ihre Ressourcen maximalen Nutzen generieren.

Zwischen Zuviel und Zuwenig

Ein häufiger Fehler liegt in der Überproduktion von Content Pieces, die nicht auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten sind und nicht in den Fachmedien untergebracht werden können. Ein Überangebot an Inhalten kann dazu führen, dass wichtige Botschaften untergehen und die Relevanz Ihres Unternehmens als Inhalte-Lieferant verwässert wird. Daher ist es wichtig, die Wünsche der Zielgruppe genau zu kennen und den Content entsprechend zu gestalten.

Auf der anderen Seite ist auch zu wenig Content nicht hilfreich. Eine allzu sporadische Präsenz in den Fachmedien führt dazu, dass das Unternehmen nicht ausreichend wahrgenommen und dessen Rolle im Markt als nachrangig gesehen wird. Hier gilt es, einen ausgewogenen Rhythmus zu finden und regelmäßig hochwertige Inhalte zu liefern. Ein Jahres-Redaktions- und Versandplan, der regelmäßig aktualisiert wird, ist hierfür ein nützliches Werkzeug.

Balance is key

In der B2B-Fachmedienarbeit ist die Herausforderung, die richtige Menge an qualitativ hochwertigem Content zu produzieren und dabei die Ressourcen effizient zu nutzen. Eine strategische Planung, die die Interessen der Zielgruppe im Fokus behält, ist für Erfolg und Wirtschaftlichkeit der Content-Aktivitäten essentiell.

Stellen Sie daher eine detailgenaue Planung sicher, die alle Mitarbeitenden mit einbezieht und ihre Kapazitäten berücksichtigt, sodass bei Kampagnenstart jeder die eigenen Aufgaben und Verantwortungsbereiche bestmöglich ausfüllt.

Autorin: Annika Dörnte

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