08.12.2022
KI in der B2B-Content-Produkion
Quelle: Pexels | Pavel Danilyuk
Was kann KI für die Content-Produktion leisten?

KI in der B2B-Content-Produktion: Was sie heute schon kann

Der Trend, KI-Technologien in der Texterstellung einzusetzen, wird sich in den kommenden Jahren weiter beschleunigen. Welchen Mehrwert die Technologie bereits heute für die B2B Content Produktion bietet und wo ihre Grenzen sind, verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was kann KI für B2B-Texte leisten?

Übersetzungstools wie DeepL sind bereits weit verbreitet und zeigen, wie beeindruckend natürlich KI-generierter Text klingen kann. Doch auch für die B2B-Content-Produktion erschließt sich ein großes Potenzial. Über die einfache Angabe von Keywords, Textbausteinen oder Überschriften spucken KI-Tools Social Media Beiträge, Produktbeschreibungen oder auch ganze Blogbeiträge aus. Damit kommen auch Marketer ohne IT-Kenntnisse in den Genuss der Vorteile von KI.

Der aktuelle Stand der Technik erlaubt es, Texte mithilfe von Algorithmen zu analysieren und zu verbessern. So kann KI beispielsweise Stil- und Grammatikfehler identifizieren und korrigieren. Auch die Wortwahl können solche Tools anpassen, um den Text verständlicher zu machen. Für B2B-Texte sind solche Funktionen besonders interessant, da häufig hochkomplexe Themen behandelt werden.

KI-Tools wie Copy Cockpit, Jasper, Frase, Mindverse oder Neuroflash bieten meist auch die Funktion, aus bestehendem Text Varianten zu erstellen. Besonders bei der Generierung von niedrigschwelligem Content wie Social Media und Blog-Posts kann das sehr hilfreich sein. Marketers vermeiden damit Duplicate Content und erhalten neue Impulse für ihre Formulierungen, was nachhaltig den eigenen Workflow verbessern kann.

Eine weitere sehr spannende Funktion ist die Ausformulierung von Stichpunkten. Nehmen wir an, Sie erhalten ein stichpunktartiges Briefing eines Experten aus Ihrem Unternehmen. Die Stichpunkte könnten Sie einfach in das KI-Tool eingeben und erhalten einen ausformulierten Beitrag. Manuelle Anpassungen sind im Nachhinein zwar immer notwendig, damit Sie die Nuancen Ihres eigenen Stils einspeisen und Fehler verbessern können. Aber der erste Grundstein ist gelegt und Sie müssen Ihrem Beitrag nur noch den Feinschliff verpassen.

Es ist außerdem möglich, einer KI einen Text zu geben und einzustellen, dass dieser in seiner Tonalität verändert wird. Diese Funktion ist besonders effizient, da sie es ermöglicht, den eigenen Content schnell und einfach zu recyclen und neuen Zielgruppen anzupassen. Einen Autorenbeitrag könnten Sie damit im Handumdrehen zu einem informelleren Blogbeitrag verwandeln und Ihren Content, nach ein paar Anpassungen, gleich mehrfach nutzen.

Auch gibt es Einstellungen, dass die KI Passiv-Formulierungen zu Aktiv-Konstruktionen formuliert und Ihren Text damit aktivierender macht. Zu finden sind auch Voreinstellungen, beispielsweise „überzeugender Text“, die Ihren Content entsprechend gestalten. Die KI erkennt dabei gegebenenfalls Potenziale, die einem Autor beim Verfassen nicht aufgefallen sind.

Wo liegen die Grenzen von KI für die Content-Produktion?

Es gibt bereits eine Reihe auf deutschsprachige Content-Produktion ausgerichtete KI-Tools auf dem Markt. Die Technologie ist in diesem Bereich jedoch noch relativ neu und somit noch nicht voll ausgereift. Viele Tools haben ihre Grenzen, wenn es um das Verfassen von sehr nieschigen, komplexen Themen geht.

Zudem ist KI in hohem Maße davon abhängig, Zugang zu qualitativ und quantitativ hochwertigen Daten zu haben und diese Daten zu analysieren. Frei zugängliche Daten im Bereich B2B-Marketing sind jedoch vergleichsweise rar.

Außerdem müssen die Textentwürfe in jedem Fall nachbearbeitet werden, damit keine Fehler enthalten sind und der Stil Ihres Unternehmens erkennbar bleibt. Dieser Aufwand muss immer berücksichtigt werden, er fällt aber wesentlich geringer aus als eine komplett manuelle Texterstellung.

Wie wird sich KI in Zukunft weiterentwickeln?

KI ist daher schon heute ein nützliches Tool für die Textverarbeitung und es ist absehbar, dass sich die Technologie und ihre Einsatzmöglichkeiten in Zukunft weiter verbessern und verbreitern werden. Die Effizienzgewinne werden also mit der Zeit immer größer.

Wir können fest davon ausgehen, dass KI-Texte in Zukunft eine zentrale Rolle in der Produktion von B2B-Content einnehmen werden. KI-basierte Tools können schneller und präziser Inhalte erzeugen und variieren als Menschen. Das bedeutet, dass Unternehmen eine größere Menge an qualitativ hochwertigem Content produzieren können, ohne dafür mehr Ressourcen aufwenden zu müssen.

Darüber hinaus werden KI-Tools schon bald die Fähigkeit entwickeln, Texte je nach Kontext und Zielgruppe anzupassen und dabei individuelle Corporate Wordings zu berücksichtigen. So können Unternehmen mit intelligentem Content spezifische Märkte oder Kundensegmente ansprechen und ihren Content noch besser auf ihre individuellen Bedürfnisse zuschneiden.

Fazit

Der Einsatz von KI-Tools in der B2B-Content-Produktion ist sehr vielfältig. Unsere Beispiele kratzen nur an der Oberfläche der Potenziale, die sie bereits heute bieten. Dennoch ist die KI (noch) kein Wundermittel, mit dem man durch ein paar Klicks den Marketer als Autor ersetzt. Sie ist mehr als ein ergänzendes Hilfsmittel zu sehen, welches Arbeitsprozesse vereinfacht, neue Impulse setzt und den eigenen Workflow effizienter gestaltet.

In Zukunft wird es für Unternehmen immer leichter und effizienter werden, qualitativ hochwertigen Content zu produzieren – und das mit Hilfe intelligenter Technologien. Eines gilt bereits heute: Die Entwicklung von KI-Technologien verändert die Art und Weise, wie Texte erstellt und verbreitet werden. Während die Verfasser solcher Inhalte vorher immer Menschen gewesen sind, könnte bald schon eine intelligente Maschine am Werk sein.

Und ganz nebenbei: Dieser Text wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

Autorin: Vanessa Wagner

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